30.07.26 – Wieder zu Hause


Wir starten um 8 Uhr für die Rückfahrt. Über 750 km liegen vor uns hier von der belgisch-französischen Grenze bis nach Hause. Zeit für ein kleine Zusammenfassung.

Reise:

Über 6.600 km sind wir gefahren, doch mehr als wir vorher gedacht hätten. Das sind mehr Kilometer als bei unserer Donaureise im letzten Jahr. Aber wir haben ja auch jede Küstenschleife in Cornwall und Süd-West Irland ausgefahren.

Die 750 km waren die längste Strecke, die haben wir heute auf der Rückfahrt an einem Tag bewältigt. Inklusive Stau und 4 Ladestopps haben wir 12 Stunden gebraucht. Unsere Fahrgeschwindigkeit heute? Im Schnitt 100 km/h würde ich sagen.

Minicamper:

Mit unserem Minicamper hat alles super geklappt. Das Verstauen des Camping-Equipments haben wir immer weiter optimiert. Für Auf- und Abbau brauchen wir ohne Vorzelt jeweils ungefähr eine Viertelstunde.

Das 220 W/Peak Solarmodul, das wir uns auf das Autodach haben kleben lassen und die Ecoflow Powerstation mit 2 kWh Kapazität haben uns nahezu unabhängig gemacht. Wir kochen mit einer Induktionsplatte und haben einen Wasserkocher für den Morgentee. Als Backup einen zweiflammigen Gaskocher, aber den haben wir diesmal nicht benutzt. 

Wenn die Sonne den ganzen Tag scheint, reicht das um die Batterie von 50 % wieder auf 100% aufzuladen. Wenn es bedeckt war, haben wir während der Fahrt die Batterie auch über die Zigarettenanzünder-Steckdose geladen. Der Vorteil des Moduls ist, das dann die Batterie auch im Stand geladen wird. 

Nur einmal haben wir bewußt einen Platz mit Strom gebucht, 2-3 mal war automatisch Strom dabei. Das haben wir dann genutzt unsere Batterie aufzuladen, wenn es nötig war. 

Wetter:

Ungewöhnlich sonnig und warm. Es hat eigentlich in den ganzen 5 Wochen kein mal richtig geregnet. Nur zweimal haben wir unser Vorzelt aufgebaut, eher wegen Nieselregen und kalt-windigem Wetter. Die Trockenheit hat man zum Schluß in England auch ganz schön gesehen. 

Der Hitzewelle in Deutschland sind wir bei unserem Start Ende Juni aber ganz gut ausgewichen. Aber Nebel, Niesel und minütlicher Wechsel zwischen Regen, Sonne, bedeckt, haben wir auch erlebt.

Kosten:

Billig war die Reise jedenfalls nicht. Die Kosten für einen Campingplatz in UK können auch schon mal an die 50 £ rangehen. Irland ist aber auch nicht wesentlich billiger. Und die Eintrittspreise zu Touristen-Highlights in England sind oft horrend. Abgesehen von Bier und Lebensmittelpreisen. Brexit und Inflation läßt grüßen.

Ladeinfrastruktur:

Man muß sagen, in Deutschland ist die Ladeinfrastruktur im Vergleich wirklich sehr gut ausgebaut. Da kann England und vor allem Irland nicht mithalten. Wir mußten manchmal im ländlichen Bereich echt schon gucken, wo es Lademöglichkeiten gibt. Vor allem die Schnelllademöglichkeiten sind nicht so verbreitet. Und es gibt eigentlich nicht so wenige Elektroautos in England/Irland. 

Uns ist es tatsächlich in Irland zum ersten Mal passiert, das wir 20 Minuten warten mußten, weil die Ladesäulen belegt waren. Außerdem werden zwar großmäulig 4 Schnellladepunkte angekündigt, aber der Netzanschluss reicht oft nicht aus, so dass wenn mehrere Autos laden entsprechend weniger Watt im eigenen Auto landen.

Gesamtfazit:

Insgesamt schön und interessant. Einige neue Erkenntnisse über Land und Leute und wie immer lehrreich. Bißchen wenig Pub-Besuche und kein Mal Livemusik im Pub. Hat sich einfach nicht ergeben. 

36. Tag

Alveringem – Basedow: 767 km

Gesamt: 6.604 km

Dieser Beitrag hat einen Kommentar

  1. volker

    Hallo Sabine, hallo Martin,
    das waren wieder interessante Eindrücke. Tolle Fotos und super beschriebene Eindrücke.

    LG
    Volker

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