Man stellt doch immer wieder fest, dass man ein paar Tage braucht, bis man so in den Reisemodus kommt. Erst ist man euphorisch, jetzt geht es los. Dann kommt der Tag, wo alles doof ist und man sich fragt, warum man eigentlich nicht zu Hause geblieben ist. Und dann kommt man zur Ruhe und entspannt sich. So ein Tag ist heute.
Morgens am Strand von Exmouth stehen und es genießen können. Dann ist man einigermaßen angekommen. Die Seele muß doch immer erst hinterher kommen.

Es ist noch früh und deshalb am Strand noch nicht viel los. Die ersten Hundespaziergänger sind unterwegs. Ein schöner Strand an einer großen Bucht.
In Exeter suchen wir die Touristen Information. Die ist dauerhaft geschlossen. Auf Kathedrale haben wir keinen Bock, also weiter nach Totnes am River Dart.



Von Totnes nahm die Transition Town Bewegung Anfang der 2010er Jahren ihren Ausgang. Wir haben uns zu der Zeit auch ausgiebig damit beschäftigt.
Der Hintergedanke der Bewegung ist, „lokale Lösungen für globale Krisen wie Klimawandel und Ressourcenknappheit zu entwickeln werden. Ziel ist es dabei, Gemeinden durch Projekte resilienter und unabhängiger von fossilen Energien zu machen, lokale und nachhaltige Wirtschaftskreisläufe zu etablieren sowie Gemeinschaft zu fördern.“ (Wikipedia)
Inzwischen gibt es weltweit ca. 4000 sogenannte Transition Towns. Auch in den deutschsprachigen Ländern nennen sich ca. 120 Transition Town und sind sehr aktiv.
Die Transition Town Arbeit findet natürlich in den Communities statt und ist nicht so direkt in der Stadt sichtbar. Man spürt höchstens den Spirit in der Stadt.

Totnes ist auf jeden Fall ein nettes kleines Städtchen, dem man die alternative Bewohnerschaft anmerkt. Viele kleine alternative Läden, Cafés und ein Community Centrum mit Co-Working, Töpferwerkstatt, Kursen und einem Café.

Dort trinken wir nach dem Rundgang dann auch unseren obligatorischen Vormittags-Kaffee.
Während der Zeit unseres Stadtbesuches hat unser Auto schön geladen, randvoll. Wunderbar. Wir wollen heute ins Dartmoor, um dort 2 Nächte zu bleiben und morgen endlich unsere erste Fahrradtour zu unternehmen. Es ist noch früh am Nachmittag. Also machen wir noch einen Abstecher nach Dartmouth, dem Mund des River Dart (von dem das Dartmoor seinen Namen hat).



Schöne Häuser am kleinen Hafenbecken. Ansonsten viel Schiffsverkehr auf dem River Dart. Eine Brücke gibt es hier nicht, also müssen diverse Auto und Fußgängerfähren zum Einsatz kommen. Auch Rundfahrten auf dem Fluss werden angeboten und haben regen Zuspruch. Touristen sind hier jedenfalls viele unterwegs.

Dann wieder ca. 50 km nach Norden, an den östlichen Rand des Dartmoors. Ruhiger Campingplatz, für Menschen unter 16 Jahren nicht erlaubt und Partys sind auch verboten. Dafür sind viele Hunde da. Die Besitzer sind auf jeden Fall Dackelfreunde.

6. Tag
Exmouth – Oakmoor Touring Park 150 km
Kilometer gesamt: 1.484 km
