26.06.26 – Rüber auf die Insel

Natürlich muss man morgens schwimmen gehen, wenn es schon die Gelegenheit gibt und vor allen Dingen nach so einer warmen Nacht. Das Wasser ist natürlich auch warm, aber trotzdem erfrischend. Höllisch laut ist die nahe Autobahn. Da stellt sich die Frage, ob mal einer berechnet hat, um wie viel leiser es wird, wenn nur noch elektrisch gefahren wird.

Nach dem Frühstück brauchen wir keine halbe Stunde, um alles wieder zusammen zu packen. Kurz nach neun fahren wir los. Es sind 29°. Um 10:00 Uhr sind es dann schon 34°. Wir fahren mit leichten Stauansätzen um Antwerpen herum, laden einmal und machen einen kleinen Abstecher nach Middelkerke an der belgischen Nordseeküste. Hier soll es ein interessantes architektonisches Bauwerk geben.

Belgische Seebäder sind dadurch gekennzeichnet, dass sich eine 9-10 stöckige Hochhauszeile direkt hinter dem Strand entlang zieht. Etwas gruselig. Da fühlt man sich glatt an Mamaia am schwarzen Meer erinnert.

Das „Silt“ genannte Ensemble ist dagegen dann eine Augenweide. 


Der dem ehemaligen Dünenverlauf nachempfundene flache Teil mit begrüntem Dach, öffnet sich zum Strand mit einer Fensterfront und beherbergt Casino, Restaurant und ein Veranstaltungszentrum. Darüber erhebt sich ein bienenkorbartiges Gebäude, in dem sich ein Hotel befindet.


Bald fahren wir dann über die französische Grenze.10 km hinter Dünkirchen befindet sich in einem ausgedehnten Hafengebiet der Fährterminal. Wir sind recht früh und werden auf die 14 Uhr Fähre umgebucht. 

Wir verlassen die EU. Wir haben uns schon zu Hause ein elektronisches Visum besorgt. Es geht durch 2 Passkontrollen, französisch und englisch. Überall wird der Pass gescannt. Bei einem Sicherheitcheck wird geprüft, ob wir nicht doch vielleicht ein paar Flüchtlinge versteckt haben. 


Dann sind wir endlich auf unserer Line 37 und werden bald eingeschifft. Die Überfahrt ist ruhig. Im Dunst erheben sich nach 2 Stunden die Kreidefelsen von Dover aus dem Meer.

An Land müssen wir uns erstmal stark konzentrieren, das wir links, links, links fahren. Geht dann aber doch dann ganz gut. 

Wir laden hier schnell nochmal auf. Natürlich gibt es dann schon mal gleich das Ladedrama. Ich habe extra bei Fastned ein Monatsabo abgeschlossen, weil Ladsäulen von diesem Anbieter auch in England stark vertreten sind. App eingerichtet, Zahlungsmittel hinterlegt, hat in Belgien eigentlich alles easy geklappt. 

Hier wird dann mein Zahlungsmittel nicht akzeptiert. Auch nach Neueinrichtung eines weiteren Zahlungsmittel nicht. Da bleibt uns nur der Weg, direkt mit Kreditkarte zu bezahle, was natürlich teurer ist, aber problemlos funktioniert. Das ist aber auch keine andere, die hatte ich auch als Zahlungsmittel angegeben.

Der Support von Fastned ist per Whatapp zu erreichen und ich beschwere mich gleich. Die Antwort kommt schnell. Sie werden sich kümmern und ich soll ihnen die Daten des Ladevorgangs schicken und ich kriege dann den zu viel bezahlten Betrag erstattet.

Ansonsten sind hier äußerst angenehme Temperaturen, nämlich nur 23° gegenüber 37° auf der anderen Seite des Kanals. Später zieht sogar Nebel die Steilküste hoch.

Den kleinen Campingplatz oberhalb von Folkstone haben wir vorgebucht. Abends fahren wir noch in einen nahegelegenen, urig-alten Pub mit über 15 Biersorten vom Fass, davon 3 Sorten Stout, sprich Guiness und andere Marken.

Dann hocken wir noch vor unserem Autolein und machen die Pläne für die nächsten Tage. Wir haben erstmal nur zehn Tage, bis wir die Fähre von Wales nach Irland nehmen, da fühlt man sich doch fast schon gestresst.

2. Tag

De Lilse Bergen – Capel le ferne 244 km

Kilometer gesamt: 831 km

Dieser Beitrag hat einen Kommentar

  1. Christel

    Wir schwitzen 7mmer noch.

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