17.07.26 – Cong

Wir stellen mit Erschrecken fest, dass wir gar nicht mehr so viel Zeit haben. Nur noch eine gute Woche, dann wollen wir in Dublin sein. Am Montag in einer Woche fährt unsere Fähre wieder rüber nach England. 

Wir müssen uns noch mehr fokussieren und beschränken. Cliffs of Moher und Connemara fallen aus, da waren wir vor einigen Jahren auch schon mal.

Durch sanft gewellte Landschaften auf schnellen Straßen geht es zügig nach Norden. Mit der Fähre geht es über den River Shannon. Wir haben Glück, sie kommt gerade an. Mit 4 Reisebussen und etlichen PKWs wird die Fähre voll. Der Shannon ist hier schon ganz schön breit, auf der einen Seite ein Ölkraftwerk und auf der anderen Seite ein Kohlekraftwerk.

Dann ist wieder „garden time“, bei Kilrush gibt es einen restaurierten Garten bei einem Landsitz, der Vandeleur Walled Garden. Hat im 19. Jahrhundert natürlich englischen Landlords gehört, die das Land an die irischen Bauern teuer verpachtet haben.

Der knapp 1 ha große Garten ist mit einer Mauer umgeben, um ihn vor den Winden zu schützen. 1997 wurde er nach altem Vorbild wieder aufgebaut. Eine Schmetterlingssammlung ist auch zu sehen.

Im nahen Kilrush laden wir. Inzwischen nutzen wir meistens die Ladesäulen von ESB, das ist das staatliche Energieunternehmen. Die sind im ländlichen Raum stark verbreitet. Mit ihrer App funktioniert es eigentlich ganz gut, blöd nur, das man immer Guthaben aufladen muss, anstatt das direkt von der Kreditkarte abgebucht wird.

Heute ist Freitag, also Wochenende und das mitten in den irischen Ferien mit bestem Wetter. Was bedeutet, dass die rar gesäten Campingplätze voll sind. Mehrere Telefonate (oft mit der automatischen Ansage, das sie ausgebucht sind) führen ins Leere, in den Online-Buchungssystem ist nichts available. Und weiter im Norden wird es auch nicht besser.

Bei Booking.com finde ich dann ein Glamping-Zelt auf einem Campingplatz. Auch ok. Kann man ja mal ausprobieren. Also auf nach Cong, nördlich von Galway.

Cong entpuppt sich als ausgesprochen annehmbares Örtchen. Wir machen mit dem Rad eine kleine Runde. Eine Klosterruine am Bach mit anschließendem Park und schönem Waldgebiet.

Wir verfahren uns fast auf den Wanderwegen im Wald. Wir dachten, dass der Weg irgendwann auf die Straße führt, doch er unterquert sie durch eine schmale Unterführung, es besteht keine Möglichkeit auf die Straße zu kommen. Wir fahren dann doch lieber wieder zurück und gönnen uns im Pub ein Guiness und ein Kilkenny.

In unserem Zelt schlafen wir gut, es ist kalt, aber wir holen uns unsere Kuscheldecken aus dem Auto, die sind noch ein bisschen wärmer.

22. Tag

Tralee – Cong: 225 km

Kilometer gesamt: 3.638 km

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