07.07.26 – Cliff Railway

Hier gibt es tatsächlich morgens vor Ort frisch gebackene Croissants und Baguettes. Die mußten gestern abend natürlich bestellt werden.

Beim Schreiben meines Blogbeitrages muss ich mal wieder feststellen, dass das Mobilfunknetz hier in Great Britain doch sehr zu wünschen übrig läßt. Hier schwankt es von Edge zu maximal zwei Balken LTE und ist dann plötzlich wieder ganz weg. Leute es nervt. Wir sind gespannt, wie es dann in Irland ist.

Unser Auto muss auch mal wieder aufgeladen werden. Also fahren wir in den benachbarten Ort nach Lynton bzw. runter nach Lynmouth. Wege mit Steigungen von 25% bringen uns an den Hafen. Lynmouth liegt, wie der Name schon sagt, an der Mündung des River Lyn. 

Jetzt haben wir ein wenig Zeit, um uns umzuschauen. Die Sonne scheint, der Wind ist kühl. Die Häuser reihen sich fast malerisch an den kleinen Hafen unterhalb der Steilküste. 

Wir biegen um die Ecke und sehen Schienen, die sich steil den Berg hochziehen. Dann fährt auch einE Kabine den Berg hoch. Das ist die Cliff Railway von Lynton, sie verbindet die Orte Lynmouth und Lynton, welcher oben auf dem Steilhang liegt.

Ein kleiner Film erläutert die Funktionsweise der Kabelbahn. Ab 1888 wurde sie errichtet und funktioniert ohne Strom. Die Kabinen oben und unten sind mit einem Kabel verbunden. Unter dem Passagierraum sind große Wassertanks. 

Wenn beide Züge abfahrbereit sind, wird oben der Tank mit Wasser gefüllt und im Unteren das Wasser abgelassen. Es braucht nur wenig Gewichtsunterschied und die schwerere bergabfahrende Kabine zieht die Tal-Kabine nach oben. 

Das Wasser oben wird dem Fluß entnommen und unten ins Meer geleitet.

58% Steigung hat die Strecke, die Gleise sind schmal und liegen eng beieinander, in der Mitte, wo die Bahnen sich treffen, gibt es eine Ausweichstelle. Sehr spannend das alles. Was man mit Wasserkraft alles machen kann.

Dann fahren wir am Küstenrand des Exmoors entlang. Wieder die typische, englische Hochmoorlandschaft. In Porlock Weir laufen wir ein Stück am Kieselstrand entlang. Segelboote kommen zurück von ihrem Morgentörn, steuern den kleinen Hafen an, bevor er wegen der Tide wieder trocken fällt. 

In England gibt es auch so eine Aktion „Offene Gärten“. Im entsprechenden Heftchen finden wir einen Garten am Ostrand des Exmoors, der zufälligerweise gerade heute geöffnet hat und an unserem Weg liegt. Perfekt.

Ein großer Privatgarten mit angeschlossener Staudengärtnerei. Auch hier zeigt sich wieder der typische englische Gartenstil: große, gefällige Strukturen mit akkurat gemähten Rasenwegen und wilde, dicht bepflanzte Beete. Schön. Ein bißchen Kaffee und Kuchen gibt es auch. 

Jetzt müssen wir mal ein paar Meter machen. Damit die Strecke zur Fähre nach Irland nicht mehr so lang ist. Wir kurven um Bristol herum, fahren die Brücke über den Bristol Kanal und sind in Wales.

Kurz hinter Newport finden wir einen kleinen, wieder besonderen Campingplatz. Auch hier wieder alles sehr nett gemacht. Also das Angebot an Campingplätzen ist hier in England doch sehr vielfältig.

13. Tag

Lynton – Newport: 198 km

Kilometer gesamt: 2.239 km

Dieser Beitrag hat einen Kommentar

  1. Elke

    Schön beschrieben, wie die Kabelbahn funktioniert! Toll, was ihr alles zu sehen bekommt. Es macht großen Spaß hier „mitzureisen“! Hab eine gute Überfahrt demnächst! Elke

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