Heute ist Fahrrad fahren im Dartmoor angesagt. Das Wetter ist gut, noch etwas bedeckt, soll aber sonniger werden, um die 20°.
Erst geht es ein Stück in den Nachbarort und an der Autoschnellstraße entlang, hier gibt es tatsächlich ein Fahrradweg, damit wird sonst hier eher gespart.
Dann werden die Straßen immer schmaler und es geht den Berg hoch. Wieso eigentlich Berg, ich denke, wir sind im Moor? Eine spätere Recherche klärt auf: moor im englischen bedeutet eher so was wie eine höher gelegene, offene Landschaft mit karger Vegetation, quasi eine Art Heidelandschaft, Moor in dem uns bekannten Sinne würde eher bog oder fen genannt.

Die Straßen sind so schmal, das eigentlich kaum ein Auto durchkommt. Sogar wir mit dem Fahrrad brauchen Ausweichstellen bei Begegnungen. Wir haben einigermaßen Glück, das die Autos für uns anhalten, sonst wäre das Anfahren am Berg für uns auch wieder schwierig geworden.
Man denkt, Mensch, macht die Straßen doch einfach mal breiter, aber das ist auch nicht so einfach. Die Hecken links und rechts sind in Wirklichkeit bewachsene Wälle oder Mauern.
Hinter den Heckenwällen verbergen sich größere oder kleinere Cottages.

Irgendwann fahren wir über ein Viehgitter und sind im Nationalpark Dartmoor. Schafe, Kühe und Ponys laufen frei herum. Die Landschaft ist kahl, mit niedrigem Wacholder und Farn bewachsen. Und immer noch geht es bergauf.
Ich muß mir fast Gedanken um meine Batteriekapazität machen bei diesen Anstiegen. Bis zur Hälfte der Strecke soll es so auch weitergehen. Martin muß das alles in den Beinen haben, aber die Strecke ist seine Planung, da soll er sich bloß nicht beklagen.


Von hier oben sieht man in der Ferne sogar das Meer. Auf den Kuppen erheben sich die für das Dartmoor die typischen Granitformationen, die gerne zum Klettern genutzt werden.

Endlich oben angekommen machen wir einen Abstecher in das Dorf Widecombe in the moor. Es geht wieder 100m runter, mit teilweise 20% Gefälle. Da glühen die Bremsen, ich hoffe auf der anderen Seite ist es nicht so steil, denn da müssen wir dann wieder hoch.

Ds Örtchen ist nett und es gibt auch ein super nettes Café, wunderbar für eine Pause zur Halbzeit.

Der Weg aus dem Ort raus ist leider genauso steil. 20% über längere Strecken schaffen wir dann nicht mehr. Auch ich mit meinem E-Bike nicht. Gott sei Dank habe ich eine Schiebehilfe, sonst wäre auch das Schieben extrem mühsam.

Oben müssen wir uns dann erst wieder ein bißchen ausruhen. Dafür geht es anschliessend auch nur noch bergab. Bald sind wir wieder in bewohnten Gebieten und radeln die letzten Kilometer zu unserem Campingplatz, wo wir uns dann ausgiebig erholen können.

7. Tag
Kilometer gesamt: 1.484 km
Fahrradkilometer
Östliches Dartmoor: 38 km
Gesamt: 38 km
