An der schönen blauen Donau – 2025

An der schönen blauen Donau

Wo fahren wir dieses Jahr hin? Welche Gegend, welches Land lohnt eine längere Reise? Wo kann man viel entdecken, was nicht so auf der Hand liegt und von dem man schon immer mal gehört hat? Wir deklinieren Länder und Regionen durch.

Weil uns der Teil der Reise, der uns in Spanien 2023 partiell am Ebro entlang geführt hat, so gut gefallen hat, fällt unser Blick irgendwann auf die Donau. Irgendwie gefällt es uns, einen Fluß als Leitlinie zu nutzen.

Die Donau ist 2850 km lang und fließt durch 10 Länder. Davon gehören 7 zur EU und in 4 kann man mit dem Euro bezahlen. Wenn wir es bis zur Mündung in das schwarze Meer schaffen, werden wir mindestens 6 Länder besucht haben.

Mal schauen, ob wir es bis zur Mündung schaffen. Das hängt von Zeit, Temperatur (40° will keiner haben) und den spannenden Gegenden ab, die wir durchqueren werden.

Los gehts.

Wer regelmäßig informiert werden will, wenn neue Beiträge erscheinen, kann sich gerne unten eintragen und den Blog abonnieren.

10.08.25 – Donau Tour – Es geht los

Wo fahren wir dieses Jahr hin? Welche Gegend, welches Land lohnt eine längere Reise? Wo kann man viel entdecken, was nicht so auf der Hand liegt und von dem man schon immer mal gehört hat? Wir deklinieren Länder und Regionen durch. Weil uns der Teil der Reise, der uns in Spanien 2023 partiell am Ebro entlang geführt hat, so gut gefallen hat, fällt unser Blick irgendwann auf die Donau. Irgendwie gefällt es uns, einen Fluß als Leitlinie zu nutzen. Die Donau ist 2850 km lang und fließt durch 10 Länder. Davon gehören 7 zur EU und in 4 kann man…
Read More

11.08.25 – Hallo Donau

Wir sind jetzt in der Oberpfalz. Wir durchqueren spannende Landschaften. Wälder, Teichlandschaften, Oberpfälzer Karpfenland. Wir folgen erst der Waldnaab, dann der Naab und immer noch der Stromtrasse Südostlink, es werden hier jetzt oberirdisch kräftig Strommasten gebaut. Na dann kriegt Söderland demnächst auch ein bißchen mehr vom norddeutschen Ökostrom ab. Damit wir nicht in Regensburg landen, sondern in Kelheim, dass war der östlichste Punkt an der Donau auf unserer Deutschlandtour 2020, biegen wir ab nach Kallmünz. Die Perle des Naabtals ist ein nettes kleines Städtchen mit einer Burgruine auf einem Berg und pittoresken Felsformationen am Fluß. So ähnliche haben wir auch…
Read More

12.08.25 – Regensburg

Heute steht Regensburg auf dem Programm, ein Katzensprung entfernt. Wir parken nördlich der Donau und haben es nicht weit in die Altstadt. Wir sind früh da, noch ziehen die Touristenschwärme nicht durch die Stadt. Allerdings sind die Anliefer- und Abfuhrfahrzeuge unterwegs. Von der verkehrsberuhigten und Fußgänger-Zone in der Altstadt merkt man nicht so viel.  Auf dem Rathausmarkt vor dem alten Rathaus aus dem 13. Jahrhundert starten Punkt halb elf die Stadtführungen. Wir lassen uns mit Hilfe des Stadtplans durch die Straßen und Gassen treiben.  Regensburg wurde als Castra Regina von den Römern gegründet, die errichteten hier ein Heerlager. Im Mittelalter…
Read More

13.08.25 – Passau

Heute soll es 33° werden. Gestern in Regensburg hat man ja schon gemerkt, was das in einer zugepflasterten, steinernen Stadt bedeutet. Aber auch dort hat man angefangen Kübel mit Bäumen und Pflanzen auf den Plätzen aufzustellen. Immerhin. Wir kaufen in Vilshofen ein. Denn hier haben wir einen Schnelllader auf einem Rewe Parkplatz lokalisiert. Und das ist doch die beste Kombi, wenn man mit dem Elektroauto unterwegs ist.  Dann nach Passau, die Straße führt schön am Ufer der Donau entlang. Sie wirkt hier fast wie ein See, denn kurz vor Passau ist sie aufgestaut und ein Wasserkraftwerk produziert im Jahr Strom…
Read More

14.08.25 – Schlögener Schlinge

Der Morgen startet mit Nebel, der sich lange über der Donau hält. Noch ist es kühl und wir frühstücken früh. Die nahe Straße ist doch ein bißchen nervig, weil sehr befahren, aber hier in dem engen Tal läßt sich das wohl nicht vermeiden.  Wir wollen auf einer Radtour die Schlögener Schlinge erkunden und ein Stückchen weiter den Donauradweg entlangfahren. Mit einer Fahrradfähre setzen wir über, um dann gleich den Donaubus anzufordern. Diese Radfähre überbrückt ein Stück unzugängliches Nordufer. Mit ziemlichem Speed cruisen wir durch eine halbe Schlinge und können die Landschaft vom Wasser aus bewundern. Dann geht es los, auf…
Read More

15.08.25 – Ars Electronica Center

Heute morgen fahren wir noch hoch zum Schlögener Blick. Eine steile, schmale Straße, 15% Steigung, aber im Power-Modus kein Problem mit unserem Auto. Dann noch eine kleine Wanderung bis an den Rand des Steilhanges und schon hat man eine schöne Übersicht auf die obere Schlinge, so wie man es auch in den Prospekten gesehen hat. Etwas diesig heute morgen. Früher sind auch die Nebelschwaden von der Donau die Berge hochgewandert. Die Fahrradfähre ist auch schon wieder unterwegs. Deutlich hört man den Verkehr der Uferstraße, vor allem die Motorräder schallen durchs ganze Tal. Es ist erst 10 Uhr und schon wieder…
Read More

16.08.25 – Wachau

Der Plan ist heute, flußabwärts mit dem Fahrrad durch die Wachau bis Krems zu fahren und von dort mit dem Schiff wieder zurück. Wir kommen früh los, noch keine halb 10. Ist doch immer wieder schön so früh unterwegs zu sein. Es ist noch ruhig und eher kühl und die anderen Radler sind noch nicht in Massen auf dem Weg. Um 10 Uhr haben wir die ersten 10 km schon gefahren. Am Straßenrand sind einzelne Pfirsiche zu verkaufen, wir machen eine kleine Pause mit Blick auf eine Burgruine und Weinberge. Der Wasserstand der Donau ist niedrig. So viel Schiffsverkehr ist…
Read More

17.08.25 – Kunst und Natur

In Spitz gibt es ein kleines Schifffahrtsmuseum. Hier wird die Historie der Schifffahrt auf der Donau vor der Motorisierung dargestellt. Im Mittelalter war die Donau Zentrum des Ost-West-Handels und einige Anliegerstädte z.B. Regensburg, wurden durch den Handel wohlhabend. Damals war es sehr beschwerlich, stromabwärts ließ man sich treiben, das war aber gefährlich, weil die Schiffe schwer zu steuern und zu stoppen waren. Stromaufwärts wurden sie mit Pferden getreidelt. Auf den Treidel- oder Treppelwegen zogen bis zu 60 Pferde ganze Schiffskolonnen.  Ganz viele Modelle von Schiffen aus mehreren Jahrhunderten werden präsentiert, alle gebaut von Dr. Kurt Schaefer, der auch Berater für…
Read More

18.08.25 – Donau-Auen

In Klosterneuburg gibt es natürlich, wie der Name schon sagt, ein Kloster, vielmehr ein Stift. Die Unterschiede zwischen beiden in Österreich kann man hier nachlesen. Die große Anlage, im 12. Jahrhundert gegründet, hat einen riesigen Kuppelsaal mit großen bildhauerischen Arbeiten auf den Säulen. Beeindrucken.  Auch die Stiftskirche ist riesig, im barocken Stil geschmückt und top restauriert. Sie ist nur innerhalb einer Führung zu besichtigen. Irre prachtvolle Dekorationen. Da könnte man auf die Idee kommen, das auch früher schon viel Geld in der Welt war und es in mehr oder weniger „sinnvolle“ Dinge investiert wurde. In der Ferne kann man schon…
Read More

19.08.25 – Rund um den Neusiedler See

Weil uns die Kombi Schiffstour plus Radtour so gut gefallen hat, fahren wir heute gleich als erstes mal wieder mit der Fahrradfähre über den See nach Rust. Eine Fahrradtour um den kompletten See wäre 144 km lang. Mit der südlichsten Fähre auch noch über 70 km, gute 50 km reichen uns eigentlich.  Bei Abfahrt des Schiffes wird der Grund schlammig aufgewirbelt und trübt das milchige Wasser noch mehr. Der See ist flach, ein Steppensee in der pannonischen Tiefebene, der größte abflusslose See Europas. Der südliche Zipfel gehört schon zu Ungarn. Die mittlere Wassertiefe beträgt 1,5 Meter und schwankt sehr stark. …
Read More

20.08.25 – Slowakei

Über uns herrscht reger Verkehr. Wir sind in der Einflugschneise von Schwechat, dem Wiener Flughafen. Der Wind hat heute gedreht und jetzt fliegen die Flugzeuge in kurzen Abständen nach ihrem Start über uns. Und das ist eindeutig lauter als Landen. Wir machen uns auf den Weg. In Hainburg erreichen wir wieder die Donau. Jetzt ist es nicht mehr weit bis in die Slowakei. Die Grenze bemerkt man wieder gar nicht, die ehemaligen Kontrollstreifen sind gerade so zu erahnen. Im stop and go geht es über die Schnellstraße durch Bratislava in Richtung kleine Karpaten. Das ist eine ganz alte Weinregion, schon…
Read More

21.08.25 – Bratislava

Die Straßenbahnhaltestelle ist nicht weit. In der entsprechenden App kaufe ich zwei Seniorentickes á 55 ct. Fahrtzeit in die City: ca. 20 Minuten. Die Altstadt ist überschaubar und bequem zu durchstreifen. Bratislava ist nicht groß, offiziell leben 500.000 Menschen hier. Es ist noch keine halb zehn, aber wir sehen schon viele Gruppen durch die Stadt laufen. Aber klar, Bratislava ist ja auch Anlaufpunkt der Donau Kreuzfahrtschiffe.  Wir haben eine Führung gebucht um kurz vor 12, wieder über Free Tours, mit denen haben wir ja gut Erfahrungen gemacht. Es soll heute eher regnerisch sein und es fängt dann jetzt auch an.…
Read More

22.08.25 – Danubiana

Weiter geht es und nicht vergessen im Navi die Funktion „Mautstraßen vermeiden“ anzuhaken. In Österreich sind wir schon ein – zwei Tage durch die Gegend gefahren. Dann fiel uns siedend heiss ein: Upps, hier gibt es ja eine Vignettenpflicht, dann aber mal schnell runter von der Autobahn.  Es geht raus aus Bratislava, vorbei an Plattenbausiedlungen, qualmenden Schornsteinen. Raffinerien Fernwärmerohren und Müllverbrennung. 20 km außerhalb, spektakulär auf einer Insel zwischen Donau und einem Nebenarm gelegen, besuchen wir das Museum Danubiana. Hier hat sich Gerard Meulensteen, ein niederländische Kunstsammler, der sich auch mit slowakischer zeitgenössischer Kunst beschäftigt hat, ein architektonisch sehr interessantes…
Read More

23.08.25 – Ungarn

Wir versuchen in Sturovó, kurz vor der Grenze zu Ungarn, noch unsere Pfanddosen wieder ordnungsgemäß loszuwerden. Leider ist das Pfandsystem in der Slowakei noch nicht perfekt. Anscheinend wird nur das Pfandgut der Marke zurückgenommen, das in dem entsprechenden Laden auch zu kaufen ist.  Ja, man kriegt schon fast körperliche Schmerzen, wenn man Pfandflaschen in einen Glascontainer werfen muß.Und zwar nicht wegen den paar Cent Pfand. Dann geht’s über die Donau und über die Grenze nach Ungarn, nach Esztergom. Wieder ist nichts von der Grenze zu merken. Jetzt sind wir in unserem vierten Land, immer noch EU, aber kein Euro mehr. …
Read More

24.08.25 – Abseits der selbstgesteckten Pfade

Zur Frage „Serbien ja oder nein“ haben wir uns für nein entschieden. Möglicherweise langwierige Grenzkontrollen, unser Handytarif funktioniert dort nicht, zur Zeit Demonstrationen und Aufstände in Belgrad und anderswo, schlecht ausgebaute Ladeinfrastruktur, Anmeldezwang von Touristen innerhalb 24 Stunden stehen gegen einen Vollständigkeitswahn, möglichst sklavisch dem Lauf der Donau zu folgen.  Wir werden also von Ungarn gleich rüber nach Rumänien fahren. Und uns dort weiter die Donau entlang hangeln. In Ungarn gibt es seit Anfang 2024 ein Leergut-Recyclingsystem und es scheint gut zu funktionieren. Am Sonntagmorgen vor halb 10 stehen Schlangen an vier Rückgabeautomaten mit Einkaufswagen voller leerer Dosen. Als hätten…
Read More

25.08.25 – Ungarischer Jugendstil

Nachdem ich endlich drauf gekommen bin, doch mal in der Übersetzungsapp den richtigen ungarischen Begriff für Waschsalon zu suchen, werde ich auf Google Maps auch fündig. Natürlich gibt es in Szeged mehrere.  Die eine Kette hat sogar eine App, in der kann ich sehen, wieviel Maschinen belegt sind. Und ich kann den Waschvorgang darüber starten und bezahlen. So muß ich mich nicht durch die Anleitungstexte quälen, die an der Wand hängen. Innerhalb einer Stunde ist alles gewaschen und getrocknet. Diese Industriewaschmaschinen sind doch schneller und effizienter, als die, die man sonst auf Campingplätzen findet.  Dann mit der Straßenbahn in die…
Read More

26.08.25 – Zurück an der Donau

Hier in Rumänien ist es eine Stunde später, deshalb geht morgens die Sonne später auf und wir schlafen ein bißchen länger. Vom Restaurant wird uns ein Kaffee vorbeigebracht, was für ein Service. Dafür sind die Duschen nur kalt. Wir fahren weiter durch die Ausläufer der ungarischen Tiefebene. Immer noch flache Landschaft, endlose, abgeerntete Getreidefelder. Getreidesilos sind im strategischen Abstand verteilt.  Wir sehen einige normale PKWs mit deutschen Kennzeichen. Unsere Vermutung: Rumänische Staatsbürger, die in Deutschland leben und jetzt hier im Sommerurlaub sind.  Wir nähern uns Timisoara, viertgrößte Stadt Rumäniens. Schon weit vor der Stadt sind Industrie- und Lagerhallen in der…
Read More

27.08.25 – Eisernes Tor

Vor der Abfahrt unterhalten wir uns noch mit dem Campingplatz Besitzer. Hier war früher mal ein Sägewerk. In einem Teil der riesigen Hallen baut er eine große Sanitäranlage und einen Veranstaltungsraum. Er hat schon mehrere Anfragen für Hochzeiten gehabt. In den anderen Hallen will er Bootslagerung anbieten.  Der Campingplatz soll mal 100 Plätze haben und ein Restaurant soll es auch geben. Guter Plan. Die Lage ist natürlich genial. Auf der Weiterfahrt sehen wir noch mehrere aufgelassene Industrieanlagen, aber bei weiterer Annäherung an das Eiserne Tor, wird das touristische Angebot immer dichter.  Zum Vergrößern auf Bild klicken Wir fahren immer direkt…
Read More

28.08.25 – Bulgarien

Wir müssen wieder über den kleinen Berg zwischen Eselnita und Orsova, der bietet sich an für einen kleinen Test. Wieviel Strom verbrauchen wir den Berg hoch und wieviel speichern wir bei der Abfahrt wieder zurück in die Batterie (Rekuperation).  Leider ist die Anzeige nur in Prozent, deshalb nicht sehr genau. Aber wir haben am Fuß des Berges 41% Kapazität, auf dem Berg 39% und auf der anderen Seite wieder 40%. Vielleicht könnte man sagen, dass man konservativ geschätzt 30% der Energie bei der Bergabfahrt wieder zurückgewinnt. Ist doch auch genial.  Hinter Orsova fahren jetzt auf der E 70, Überlandstrecke, vielleicht…
Read More

29.08.25 – Belogradchik

Es ist morgens sehr kalt, nur 12°, gestern war es am Tag über 30°. Wir fahren früh los, wir haben eine lange Strecke vor uns, aber zuerst geht es nach Belogradchik. Im Radio südosteuropäische Balkanmusik mit orientalischem Einschlag. Bald fahren wir aus der Ebene an den Nordrand des Balkangebirges.  In Belogradchik gibt es eine Festung, die zum Teil in die spektakulären Felsformationen der Gegend gebaut wurde.  Schon im 1. Jahrhundert wurde sie gebaut und hatte über Jahrhunderte Bedeutung, wurde weiter ausgebaut und genutzt, bis ins 19. Jahrhundert beim russisch-türkischen Befreiungskrieg, der mit der Befreiung von der osmanischen Herrschaft endete. Innerhalb…
Read More

30.08.25 – Ladeerfahrungen

Heute probieren wir mal eine Tesla Ladestation aus. Es klappt so was von problemlos, Tesla ist doch eine verlässliche Bank im großen Ladesäulen Chaos. Von Anfang an gut durchdacht.  Im Shoppingzentrum frühstücken wir ein bißchen. Man muß sich dort immer wieder vor Augen halten, in welchem Land sind wir eigentlich gerade, denn Shoppingzentren sehen doch überall ziemlich gleich aus. Unser nächster Ladestopp soll dann auch bei Tesla sein. Wir fahren dazu halb nach Bukarest rein. Erster Eindruck: Die Straßen sind alleenartig mit Bäumen gesäumt. 3 spurig, wovon die linke Spur immer wieder zur Abbiegespur wird. Und von rechts dann wieder…
Read More

31.08.25 – Tulcea

Zum Sonnenaufgang stehen wir auf. Ländliche Idylle, Hähne krähen, Vögel fliegen, Hundegebell, leichter Pferdegeruch. Außerdem gibt es hier noch Schafe, Esel und Damwild auf dem Hof. Der Hund ist schon wieder da und hofft darauf, was abzukriegen. Die Türen müssen wir schließen, damit die Katzen nicht ins Auto springen.  Jetzt nähern wir uns langsam dem Ziel unserer Reise, dem Donau Delta. Bei Braila überqueren wir wieder einmal die Donau. Inzwischen ist sie breit. Die Brücke ist 2 km lang, dann geht’s weiter Richtung Osten. Überraschenderweise ist das Gebiet ziemlich hügelig, es scheinen zum Teil bewachsene Sanddünen zu sein. Die Landschaft ist…
Read More

01.09.25 – Donau Delta

Um 7:00 Uhr fahren wir los. Erst zum Hafen im rasanten rumänischen Fahrstil. Dort auf ein kleines Boot. 9 Personen könnten mitfahren, heute sind es nur wir Zwei. Wir sitzen in der ersten Reihe. Kein weiteres Ablenkungspotential. Das Donaudelta ist Biosphärenreservat, wir haben vorher ein Permit bekommen, damit wir uns innerhalb einer Schutzzone aufhalten dürfen. Die Sonne ist gerade aufgegangen, das Wasser die Donau dampft noch. Der Wasserstand ist niedrig, fast 1m weniger als normalerweise zu dieser Jahreszeit. Unser Käpt’n ist froh, mit 9 Personen wäre es fast unmöglich über die flachen Stellen der schmalen Durchfahrten zu kommen. Am Rand…
Read More

02.09.25 – Hallo schwarzes Meer

In der Nähe unseres Aufenthaltortes befindet sich die römische Ausgrabung Cetatea Halmyris. Das kleine Infozentrum macht zwar erst um 10 Uhr auf, aber herumlaufen kann man hier trotzdem. Wir stellen fest, hier befand sich der Startpunkt des Donaulimes! Der sich ja die ganze Donau entlang zieht. Den hatten wir bei unserer Fahrt dann doch ein wenig vernachlässigt. Zwar waren überall Hinweise auf römische Stätten gewesen, aber wir hatten sie uns nicht mehr angeschaut. Zum Vergrößern auf Bild klicken Aber so schließt sich noch ein Kreis. Die Ausgrabungen hier sind allerdings stark vernachlässigt. Ein paar Erklärtafeln stehen noch etwas lieblos herum,…
Read More

03.09.25 – Die Rückfahrt beginnt

Heute ist der Start der langen Rückreise nach Hause. Nach 24 Tagen und knapp 3700 km drehen wir um. Wir haben noch maximal 15 Tage Zeit. Da bleibt noch Luft für Aufenthalte dort wo es schön ist und Besichtigungen des Besichtigenswerten.  Also sagen wir “Tschüss“ zum schwarzen Meer, das uns heute morgen mit einem schönen Sonnenaufgang begrüßt. Und nach einigen Kilometer ins Landesinnere auch „Tschüss Donau“, deren zwei Arme wir zum letzten Mal auf dieser Reise überqueren. Heute ist einfach nur fahren angesagt. Wir wollen noch nach Siebenbürgen, das von den Karpaten umgeben auf einer Hochebene liegt. Dazu müssen wir die…
Read More

04.09.25 – Transfogarasche Hochstraße

Jetzt geht hoch in die Berge, Südkarpaten. Auf die Transfogarasche Hochstraße oder Transfăgărășan. Von der Südseite nimmt sie einen langen Anlauf durch das Tal der Arges. Die ist noch einige Male aufgestaut. Dem Stausee Vidraru fehlt reichlich Wasser.  Viele Leute sind unterwegs, Reisebusse parken an der Straße, eine Autokarawane, ganze Kolonnen winden sich den Berg hoch.  Dann bleiben die Autos vor uns plötzlich stehen. Ein Bär! Ja, die Warnschilder haben wir schon bemerkt und auch gelesen, dass man auf jeden Fall Bären sehen wird.  Zum Vergrößern auf Bild klicken Wo ein Bär am Straßenrand sitzt, ist immer schon im voraus zu…
Read More

05.09.25 – Sibiu – Hermannstadt

Wir kommen rechtzeitig los und können kurzfristig noch einen Freetour-Stadtrundgang in Sibiu buchen. Das ist in Rumänien tatsächlich unsere erste Stadtbesichtigung.  Der große Platz in Sibiu ist eigentlich ganz schön, obwohl er durchgehend gepflastert ist. Umgeben von herrschaftlichen Gebäuden. Hier treffen wir uns mit Hadar, unserem heutigen Stadtführer. Außer uns sind noch ein Pärchen aus Portugal, 2 junge Männer aus Israel und aus den USA, eine Frau aus Polen und eine Frau aus Rumänien dabei. Das ist das schöne an einer englischen Tour, das die Teilnehmer aus aller Welt kommen. Hadar erzählt über die Geschichte von Sibiu und über die…
Read More

06.09.25 – Deutsch-Weißkirch und Schäßburg

Ein paar Facts über Rumänien unseres Stadtführers gestern, die vielleicht noch erwähnenswert sind: Rumänien gehört nicht zum Balkan. Der fängt erst südlich der Donau an. Rumänien ist von den Römern beeinflusst. Deshalb auch die romanische Sprache, die natürlich einige slawische Wörter Integriert hat. Zum Beispiel „da“ für „ja“. Rumänen verstehen 60% der italienischen Sprache. Rumänien war im Mittelalter das östliche Bollwerk gegen die Mongolenstürme. Deshalb auch die vielen Kirchenburgen und Festungen.    Wir fahren nach Viscri, Deutsch-Weißkirch. Ein typisches siebenbürger-sächsisches Dorf. Dafür steht es auch auf der Unesco Welterbe-Liste.  Zum Vergrößern auf Bild klicken Obwohl es erst kurz nach 10 ist,…
Read More

07.09.25 – Thorenburger Schlucht

Wir sind jetzt in den Westkarparten, genauer im Trascău-Gebirge am Rande der Westkarpaten. Hier liegt die Thorenburger Schlucht oder Cheile Turzii, eine Kalkstein-Klamm vom Hășdate Fluss geformt.     Vom Campingplatz ist die Schlucht schon zu sehen. Wir machen eine kleine Wanderung, die Schlucht ist ungefähr 3 Kilometer lang, mal sehen wann wir umdrehen. Zum Vergrößern auf Bild klicken Immer an dem kleinen Bach entlang führt ein Weg. Mehrmals überqueren wir das Gewässer auf schwankenden Hängebrücken. Rechts und links von uns ragen die Kalksteinfelsen bis zu 300m steil in die Höhe. Ab und zu sind Höhlen zu erkennen. Zum Vergrößern auf…
Read More

08.09.25 – Heimfahrt Teil 1

Wir schrappeln wieder knapp an der ukrainischen Grenze entlang. Unser Routenplaner hat uns doch tatsächlich eine Route mit einem kurzen Stück durch die Ukraine vorgeschlagen. Haha.  Mautstraßen zu umgehen gestaltet sich in Ungarn schwierig. Irgendwann landen wir auf einem Sandweg. Kürzeste Strecke – aber gewiss nicht die schnellste. Dann erwischen wir Strassenarbeiten. Das heißt, wieder ein paar Minuten warten. Wir fahren über die Theiß. Schließlich sind wir plötzlich in der Slowakei. Auch dort geht es schnell durch und wir sind in Polen. Außer zwischen Polen und Ungarn, dort existierten die Grenzkontrollen noch, waren aber unbesetzt, merkt man nichts von der Grenze. Nur…
Read More

09. + 10.09.25 – Heimfahrt Teil 2

Heute morgen ist der Regen durch und wir frühstücken ausgiebig im Hotel. Ansonsten gibt es für heute nur zu sagen „wir fahren, fahren, fahren auf der Autobahn“, vom Südosten Polens bis kurz in der Nähe von Cottbus. An der Grenze gibt’s dann den ultimativen Dobrindt-Test, von Osten kommend auf einer Autobahn: Wie sind da die Grenzkontrollen bei der Einreise?  Die Autobahn wird mit Hütchen und Betoabsperrungen auf eine Spur verengt. Ein improvisierter Unterstand mit zwei Polizisten, die sich die Autos genau angucken, langsamer Verkehr, aber kein Stillstand. Na gut. In der Nähe von Cottbus ist die Spree aufgestaut, die Spremberger…
Read More