Klar gibt es ein super Frühstück, wir konnten am Vorabend ankreuzen, was wir haben wollten. Pancake, Omelette, Rührei, Joghurt mit frischen Früchten usw., wunderbar. Das Wetter entwickelt sich auch wunderbar, Sonne und nicht mehr so heiss.


Wir verabschieden uns fürs Erste wieder aus Nordirland und fahren ins Städtchen Donegal. Während das Auto lädt, machen wir eine Stadtbesichtigung, so hat jeder was zu tun. Gefällt uns gut das kleine Städtchen am Fluß mit einem niedlichen kleinen Schloß, welches wir besichtigen.


Seit dem 13. Jahrhundert für 400 Jahre von der O‘Donnell-Familie bewohnt. Da gab es nur das große Turmgebäude. Später dann von den Nachfolgebesitzern um einen Anbau erweitert, der jetzt noch ohne Dach dort steht. Der Turm wurde dann mal restauriert. Ein prachtvoller Kamin und die Eichenholz-Dachkonstruktion sind sehenswert.


Die Ruinen eines Franziskaner Klosters liegen am anderen Ende der Stadt oberhalb des Rivers Eske. Heute ist hier der städtische Friedhof. Die Ruinen werden bei der Friedhofsgestaltung kreativ mit genutzt.


Weiter an der Westküste entlang zu den Slieve League Cliffs. Eine kleine Wanderung bringt uns zum Aussichtspunkt oberhalb der Steilküste. Rotgelber, schroffer Fels, wir sind hier ca. 600m über dem Meer. Die zweithöchsten Cliffs in Irland.

Dann über eine Hochebene und eine Passstraße wieder runter an die Küste. Auf der Hochebene ist Torfabbau zu sehen, in weißen Plastiktüten verpackt oder zu Haufen aufgeschichtet liegen die Torfsoden zum Abtransport bereit. Im weiteren Verlauf unserer Fahrt sehen wir immer öfter aktuellen Abbau oder die Spuren davon.

Das ist also kein Randphänomen, das wird vermutlich schon noch kommerziell betrieben. Eine kleine Recherche ergibt, das noch bis zu 14% der irischen Haushalte teilweise oder ausschließlich mit Torf heizen.


Quer durch die Donegal-Landschaft, manchmal hochgebirgsartig anmutend, mit Seen durchzogen, dann wieder von der Ebbe leer gelaufene Flussmündungen und verwinkelte Sandbuchten.
Irgendwie haben wir das Gefühl, dass es uns hier gefällt. Keine Ahnung warum. Deshalb beschliessen wir morgen noch einen Schlenker einzulegen und die östlichste Halbinsel zu besuchen.

Abends, auf einem netten Campingplatz auf einer Anhöhe zwischen den Meeren bläst ein kalter Wind und es frieren einem fast die Finger ab.

25. Tag
Garisson – Mulroy: 224 km
Kilometer gesamt: 4.163 km
