Heute morgen fahren wir noch hoch zum Schlögener Blick. Eine steile, schmale Straße, 15% Steigung, aber im Power-Modus kein Problem mit unserem Auto. Dann noch eine kleine Wanderung bis an den Rand des Steilhanges und schon hat man eine schöne Übersicht auf die obere Schlinge, so wie man es auch in den Prospekten gesehen hat.

Etwas diesig heute morgen. Früher sind auch die Nebelschwaden von der Donau die Berge hochgewandert. Die Fahrradfähre ist auch schon wieder unterwegs. Deutlich hört man den Verkehr der Uferstraße, vor allem die Motorräder schallen durchs ganze Tal.

Es ist erst 10 Uhr und schon wieder schweißtreibend warm. Zurück geht es glücklicherweise durch den grünen, schattigen Wald. Indisches Springkraut, Wasserdost und Riesen Goldrute wachsen am Wegesrand. Die waren gestern alle auch schon am Donauufer zu finden.

In Linz parken wir in einer Tiefgarage und nutzen die dortige Lademöglichkeit. Auch wieder eine neue Erfahrung. Klappt aber gut.

Wir wollen auf dem Markt, der freitags auf dem Hauptplatz in Linz stattfinden soll. Doch leider ist dort kein Markt zu finden. Sehr schade, wir hatten gehofft, Biogemüse und vielleicht ein tolles Brot kaufen zu können. Später erfahren wir, das wir auf einen uns eher unbekannten Feiertag reingefallen sind. Maria Himmelfahrt. Und wir hatten uns noch gar nicht gewundert, dass die Läden alle geschlossen sind.

Nun gut, dann über die Brücke zum Ars Electronica Center. Am Ufer liegen mindestens 6 Flusskreuzfahrtschiffe.

Das Ars Electronica Center ist sozusagen ein Museum der Zukunft. Hier werden auf künstlerische Art dem Besucher verschiedenste Zukunftstechnologien, wie künstliche Intelligenz, Robotik, Bionik, Bio- und Gentechnik und Medienkunst nahegebracht. Immer verwoben mit der großen Frage, wie der Mensch mit seiner Mitwelt und Umgebung umgeht.

Spielerisch können viele Sachen ausprobiert werden. Es gibt so viele Stationen, man könnte sich hier Tage aufhalten. Auch um alles zu erfassen.

Eine Station wandelt eine einfache, kleine Zeichnung mit Hilfe von KI in ein kleines Kunstwerk. Ich lasse mir dann mit einem Algorithmus (Link), einen Pflanzplan für den Garten erstellen, die ein Kunstwerk für Bestäuber darstellt. „Wenn Bestäuberinsekten Gärten entwerfen würden, was würden Menschen sehen?“ Die genaue Anleitung wird anschließend in einer PDF zur Verfügung gestellt.

Vielmehr gibt es dann in Linz an einem Feiertag nicht zu tun und wir fahren weiter die Donau abwärts entlang. Die Straße führt zum Teil wunderschön durch die Strudengau und die Nibelungengau dicht am Fluß entlang.

Hinter Melk, unterhalb des Schloss Schönbühel, stehen wir auf dem Campingplatz direkt hinter der Flutschutzmauer.
Nach Kochen und Abwaschen setzen wir uns auf die warme Betonmauer und starren auf die Donau. Die Grillen zirpen, eine grüne Fahrwassertonne blinkt und wir lassen uns vom fließenden Wasser leicht hypnotisieren.

6. Tag
Schlögen – Schönbühel: 150 km
Gesamt: 1104 km
Donaukilometer:
Melk 2187
Donauquerungen: 2

© TomGonzales, major revision by Ulamm – CC BY-SA 2.0