19.07.25 – Steinhügelgräber

Baden muß heute morgen natürlich auch wieder sein. Das Wasser hat eine sehr angenehme Temperatur. Erst ein bißchen frisch und dann mag man gar nicht mehr wieder rausgehen. 

Wir kaufen im nächstgelegenen Ort ein, am Supermarkt finden wir auch eine einigermaßen schnelle Ladesäule. Super, so haben wir nach einem entspannten Einkauf wieder mögliche 240 km auf der Uhr. Ladesäulen an Supermärkten ist doch eine perfekte Idee. 

Wir schauen, was es hier in der Gegend so zu besichtigen gibt. Steinhügelgräber zum Beispiel hatten wir noch gar nicht auf dem Zettel. Zufälligerweise gibt es in der Nähe die dichteste Ansammlung von Steinhügelgräbern aus der Bronzezeit. Hinter einem einsamen Bauernhof führt ein 2,5 km Rundweg durch die Heidelandschaft. Zur Entstehungszeit der Hügelgräber war die Küste nur 250 m entfernt. 

Letztendlich sehen sie aus wie große Steinhaufen. Der größte, der Uggarde Rojr, hat einen Umfang von 50 m und eine Höhe von 7 m. Aber tatsächlich wurden sie als Grabstätten benutzt, man hat Skelette und Grabbeigaben darin gefunden. Und später dann auch den Vorrat genutzt für den Bau von Steinmauern und Häusern.

Man muss aufpassen, dass man sich nicht verläuft. Die Wegführung ist etwas unklar, bis wir kapieren, das Holzpflöcke mit weißen Köpfen unsere Markierungen sind. In der Ferne sehen wir noch weitere Grabhügel, insgesamt soll es auf Gotland ungefähr 400 geben.

Inzwischen ist es um die Mittagszeit fast 30° warm. Es hat wohl lange nicht geregnet, die Erde des Weges ist schon ziemlich aufgeplatzt. Zurück am Auto gibt es erst mal einen ordentlichen Schluck Wasser.

Nordeuropas einziger aus Stein gebauter Großbauernhof aus dem Mittelalter liegt auch noch auf unserem Weg. Hier war wohl früher eine Aussenstelle des Gotland Museums. Jetzt kann man das Aussengelände noch betreten und es sind Informationstafeln aufgestellt.

Das interessante sind die vor Regen geschützten Balkenköpfe in der Wand. Rundherum mit Holzplatten verkleidet und oben drüber eine Steinplatte als Regenschutz. 

In Burgsvik, unserer heutigen Endstation, machen wir mit dem Fahrrad eine kleine Dorfbesichtigung und landen für ein Bier in der Bar am Hafen. Hier am kleinen Strand war bei dem schönen Wetter heute, Samstag, ordentlich was los.

Oona Räisänen (Mysid), CC BY-SA 4.0

10. Tag

Ljugarn – Burgsvik: 93 km

Gesamt: 912 km