Heute Morgen stehen erstmal ein paar kleinere Ausstellungen auf dem Programm. An ungewöhnlichen Orten, sie sind etwas schwer zu finden.

Im Flur auf der 4. Etage eines großen Ärztehauses und in der Bücherei der Diakonie. Das sind Ort, wo man sonst auch nicht hingelangen würde. Da wirft man gleich noch einen winzigen Blick in das finnische Gesundheitssystem.

In das große Shoppingcenter mitten in der Stadt schauen wir noch mal rein. Die Innenstadt kennen wir inzwischen schon gut. Die Straßen sind schachbrettartig angelegt, deshalb findet man sich schnell zurecht.
Um 11 Uhr macht dann die Foto-Ausstellung der Fotografiska Tallinn auf. In der Rooftop-Bar des Fotomuseums in Tallin haben wir tatsächlich auf unserer Baltikumreise einen Drink genommen.



Hochkarätige Fotografien mit spannenden Inhalten. Es geht im weitesten Sinne um Spiel.
Eine Fotoserie beschäftigt sich mit der kurzen Geschichte der Raumfahrt in Sambia. Ein Lehrer hatte in den 60er Jahren ein Raumfahrt-Trainingszentrum gegründet, um für ein afrikanisches Raumfahrtprogramm zu trainieren. Eine Fotografin hat die Geschichte nachgestellt und eine Fotoserie daraus erstellt. Sehr lustig.
Ebenso die Fotomontagen, die aus Fotoserien eines Ortes mit Überlagerungen entstanden sind.



Nach einem kleinen Mittagssnack gehts auf die Insel Pikisaari. Wir probieren für den Weg mal einen E-Roller aus, die auch hier überall in der Stadt stehen. Die App hatte ich schon vorher runtergeladen und eingerichtet. Erst ein bißchen steif und ungewohnt und mit gedrosselter Geschwindigkeit überbrücken wir den guten Kilometer bis auf die Insel. Eher mehr Spaß, als wirklich notwendig und für die kurze Strecke auch recht teuer.

Pikisaari heißt Pechinsel. Hier gab es früher eine Pechfabrik und weitere Industrie. Hier sind noch viele alte Holzhäuser erhalten. Und Reste der ehemaligen Industrie. An der Spitze der Insel ist im Jahr der Kulturhauptstadt ein Skulpturenweg eingerichtet.



Ein schöner, nicht allzu langer Spaziergang am Ufer der kleinen Insel entlang bei bestem Wetter.

In der Hauptstraße werfen wir einen Blick in das älteste Haus Oulu. Es beherbergt jetzt ein Semannsheim-Museum. Hier wird auch die Geschichte der Region erzählt.

Es wurden große Mengen an Holzteer erzeugt, die dann von Oulu nach ganz Europa verschifft wurden. Holzteer wurde zum kalfatern, abdichten der Holzschiffe gebraucht. Oulu war einer der wichtigsten nordeuropäischen Häfen für den Export von Holzteer.
Wir schauen noch in zwei Galerien rein. Einmal mit Kunst aus Karelien. Und die Ergebnisse eines Stadt-Design Workshops, woran viele Bürger aus Oulu beteiligt waren.


Dann wollen wir zu einer Performance, die um 17 Uhr starten soll, am Ufer des Oulujoki nördlich des Zentrums. Dazu gehen wir durch den großen Stadtpark von Oulu. Ein tolles Gebiet im Mündungsbereich des Oulujoki. Viele kleine Inselchen, die mit weißen Brücken über Wasserläufe und Kanäle verbunden sind.



Am Veranstaltungsort sind wir dann am Oulujiko, der hier für ein Wasserkraftwerk aufgestaut ist. Leider taucht der Performance-Künstler nicht auf. Wir wissen auch gar nicht, ob wir überhaupt am richtigen Ort sind. Es war in den Veranstaltungsbeschreibung einfach etwas unklar.



Aber wir haben einen richtig schönen Spaziergang durch dieses Gebiet gemacht.
Es geht wieder zurück zur Insel Pikisaari. Dort findet beim Pub Mallassauna ein kleines Konzert einer einheimischen Band statt.

Außerdem gibt es hier leckeres Bier der eigenen Brauerei. Diesen Ort hatten wir zufällig bei unserem Besuch 2022 schon entdeckt. Die Stimmung ist gut, die Band sehr nett und interessant.


Aber der Abschluss des Tages erwartet uns noch in der Innenstadt. In einem anderem Pub findet ein Jazzkonzert statt.

Hier trifft sich die ganze Szene Oulus und es ist reichlich voll. Interessant die Menschen vor Ort zu beobachten und wir fühlen uns ein bißchen als ein Teil davon.
